Ich wurde am 23.6.1970 in Wilhelmshaven geboren. Bereits ab dem fünfzehnten Lebensjahr beschäftige ich mich intensiv mich dem Thema Informatik. Nach dem Abitur und der Grundwehrdienstzeit (15 Monate) schloss sich ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hannover an.

Nach den ersten Semestern nahm ich eine Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft im Computerraum der Universität an. Dort hatte ich Gelegenheit, mich vertieft mit den Themen Programmierung (damals u.a. C++ und Turbo Pascal) und Netzwerkadministration unter Novell Netware zu beschäftigen. Außerdem konnte ich so bereits ab dem Jahr 1992 alle damaligen Möglichkeiten des Internet nutzen. Von Anfang an konnte ich miterleben, wie sich verschiedene Dienste (wie z.B. WWW, Gopher oder Usenet) entwickelten und ich habe mich grundlegend mit vielen Techniken auseinandergesetzt. Außerdem habe ich erste Erfahrungen im Bereich der Lehre gesammelt,  denn ich durfte damals Übungen in MS-DOS, Tabellenkalkulation (Multiplan) und Datenbanken (SQL) abhalten.

Meine bis zum Ende des Studiums andauernde Tätigkeit im Computerraum (CIP-Pool) führte letztlich auch dazu, dass ich gegen Ende meines Studiums von einem anderen Institut ein Angebot für eine Promotionsstelle erhielt. So kam es dazu, dass ich fünf Jahre am Institut für Versicherungsbetriebslehre und -informatik arbeiten durfte. Während dieser Zeit konnte ich viel von meinem erfahrenen Doktorvater Prof. Dr. J.-M. Graf v.d. Schulenburg lernen. Ich war mitverantwortlich für die Administration des Institutsnetzwerkes. Außerdem bekam ich Gelegenheiten, größere Lehrveranstaltungen durchzuführen. Geforscht habe ich im Bereich von zwei Themenschwerpunkten:

  • erstens bekam ich Gelegenheit, an einer ganzen Reihe von gesundheitsökonomischen Projekten zu arbeiten. Unter anderem betraf dies Projekte zu Diabetes mellitus, Schizophrenie, Depression und Oberschenkelhalsfraktur. Diese Projekte wurden in enger Zusammenarbeit mit Pharmaunternehmen (z.B. Pfizer und Lundbeck) abgewickelt. Als Verantwortlicher für das Management verschiedener Projekte im Bereich gesundheitsökonomischer Evaluationen konnte ich z.B. lernen, komplexe Projekte mit mehr als 1.600 Patienten in drei Ländern zu steuern. Begleitend konnte ich viele Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Krankenversicherungen und Ärzten sammeln. Meine Arbeit in diesem Bereich schlug sich in mehreren Publikationen und Vorträgen nieder, darunter z.B. Disease Management bei Diabetes mellitus oder Gesundheitsökonomische Aspekte des Krankheitsbildes Depression.
  • Der zweite Themenschwerpunkt betraf die Schnittstelle zwischen Informatik und Versicherungen, insbes. Electronic Commerce. Da in den gesundheitsökonomischen Projekten oft eine Menge Geld im Spiel war und auch die finanzierenden Pharmaunternehmen ein berechtigtes Interesse an der (exklusiven) Veröffentlichung der Daten hatten, entschied ich mich, mein Dissertationsthema im Bereich des Versicherungswesens zu wählen. Aufgrund meines Lebenslaufes und der damaligen Forschungslage lag es daher nahe, dass mein Dissertationsthema fast zwangsläufig das folgende werden musste: “Electronic Commerce in der Versicherungswirtschaft“.  Nachdem ich die Arbeit erfolgreich im Jahr 2001 beendet hatte, wurde das Verfahren endgültig durch die Veröffentlichung der Schrift im Jahr 2002 abgeschlossen. In den Jahren vor der Doktorarbeit entstanden weitere Bücher und Aufsätze zu Themengebieten auf der Schnittstelle zwischen Informatik und Versicherungen, so z.B. Neue Informationssysteme in der Versicherungswirtschaft, Wissensmanagement in der Versicherungswirtschaft oder auch Hannoveraner Reihe zur Versicherungsinformatik Bd. 2: Customer Relationship Management in der Versicherungswirtschaft.

Während meiner Tätigkeit an der Universität konnte ich meine Lehrerfahrung durch die Annahme mehrere Lehraufträge erweitern, darunter u.a. in Lehrauftrag für Gesundheitökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin, ein Lehrauftrag für Gesundheitsökonomie an der Universität Bielefeld, ein Lehrauftrag für Versicherungsbetriebslehre an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, ein Lehrauftrag für Gesundheitsökonomie an der Fachhochschule Magdeburg und Lehraufträge an der der Leibniz Akademie und der WelfenAkademie. Insbesondere die letztere Einrichtung beeindruckte mich sehr und ich ich übernahm dort als festangestellter Dozent mehr Verantwortung.

Meiner Zeit an der Universität folgte der Weg in die Selbständigkeit als geschäftsführender Partner von Graf v.d. Schulenburg, Bölscher & Partner. Meine Tätigkeit als Berater habe ich bis zum 1.9.2009 fortgeführt. In dieser Zeit entstanden als Ergebnis meiner Arbeit eine Reihe von Publikationen, darunter u.a. Business-Knigge für deutsche Manager in China: Verhaltensweisen verstehen, Alltagssituationen meistern, Zusammenarbeit erfolgreich gestalten oder Business-Knigge für deutsche Manager in Dubai: Verhaltensweisen verstehen und Geschäfte erfolgreich gestalten.

Zum 1.9.2009 wurde ich Geschäftsführer der WelfenAkademie. Andere Aktivitäten wie Lehraufträge und Selbständigkeit ruhen seitdem. Das Studium an der WelfenAkademie wird privat finanziert und erfolgt in enger Kooperation mit namhaften Kooperationsunternehmen, darunter z.B. Aldi, Autovision, Jägermeister, New Yorker, Nord/LB, Volksbank Braunschweig-Wolfsburg oder VW Financial Services. Seit 2009 bis heute hat die WelfenAkademie Ihre Studierendenzahl von 110 auf mehr als 210 gesteigert. Seit 2011 belegt die WelfenAkademie ununterbrochen einen Spitzenplatz im Hochschulranking der Zeit.

Außerdem bin ich seit 2014 als Ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Braunschweig tätig. Ich bin Mitglied im Rotary Club Braunschweig, in der Kaufmännischen Union und im Marketing Club.